Iwan Rebroff – die Karriere eines Hamburger Sängers

Hamburg ist eine internationale Metropole mit tiefen kulturellen Wurzeln. Viele berühmte Persönlichkeiten haben die Stadt mit ihren kreativen Werken, ihrer Musik und ihren Liedern geprägt. Einer dieser beliebten Sänger der 1970er Jahre war Iwan Rebroff. Er trat im Image eines bärtigen Riesen im Pelzmantel auf.

Seine kraftvolle Stimme mit einem Umfang von über vier Oktaven bleibt bis heute in den Herzen seiner Fans. Sein künstlerischer Weg ist eng mit Hamburg verbunden, denn hier entwickelte er sich als Künstler und startete seine Karriere. Mehr dazu auf hamburgski.

Frühes Leben und Ausbildung

Iwan Rebroff, bürgerlich Hans-Rolf Rippert, wurde am 31. Juli 1931 als Sohn des Ingenieurs Paul Rippert und von Luise Fenske geboren. Er wuchs in Belzig und Halle an der Saale auf und war der jüngere Bruder des späteren ZDF-Sportreporters Horst Rippert. Schon als Kind sang er im Stadtsingechor, wo sein Talent früh erkannt wurde. Sein Pseudonym „Iwan Rebroff“ leitet sich von seinem Nachnamen ab („Rippe“ bedeutet auf Russisch „Rebro“), und „Iwan“ ist die russische Form von Hans.

Ein wichtiger Meilenstein für seine musikalische Entwicklung war der Umzug nach Hamburg. Hier studierte er von 1951 bis 1959 an der Staatlichen Hochschule für Musik. Sein Lehrer Adolf Detel formte ihn zu einem Interpreten osteuropäischer Lieder. Schon bald darauf wählte er sein Pseudonym, unter dem er bei Wettbewerben auftrat. 1958 gewann Rebroff einen deutschen Wettbewerb an der Universität, und 1960 den Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.

In Hamburg feilte der Sänger an seinem Können. Die Stadt wurde zur Grundlage seines Karriereaufstiegs und verwandelte den deutschen Jungen in einen „russischen Barden“. Er sang im Schwarzmeer- und Ural-Kosakenchor und lernte, russische Lieder zu interpretieren. 1969 wurde Rebroff mit dem Titel „Le temps des fleurs“ („Die Zeit der Blumen“) zum Superstar.

Durchbruch und internationale Anerkennung

Iwan Rebroffs Popularität explodierte in den 1960er Jahren, als sein Image unverwechselbar wurde. Er trat in großen Opernrollen auf, wie in „Boris Godunow“ und „Der Zigeunerbaron“. Später spielte er in zahlreichen Tourneeaufführungen und Spielfilmen mit und nahm an vielen Fernsehshows teil. Der Sänger gab Konzerte in großen Konzertsälen, Kirchen und bei festlichen Anlässen.

Sein Sieg beim Wettbewerb für junge Talente in München brachte ihm einen Dreijahresvertrag am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen ein. Dort sang er die Rollen bekannter Opernsänger. Doch seine Karriere wurde durch eine schwere Verletzung unterbrochen: 1967 riss er sich bei einem Auftritt die Achillessehne.

Während seiner Zwangspause beschloss Iwan Rebroff, eine Platte mit russischen Liedern aufzunehmen. Besonders populär wurde der Titel „Die Legende von den 12 Räubern“, der 1968 häufig im Radio gespielt wurde. Die Sender erhielten viele Hörerbriefe, in denen sie um mehr Informationen über den jungen Sänger baten. In dieser Zeit wurde auch der berühmte Bankier Rothschild auf den Sänger aufmerksam und lud ihn ein, die Hauptrolle im Musical „Anatevka, Fiddler on the Roof“ zu übernehmen. Dieses Ereignis war ein Wendepunkt in Rebroffs Leben, aber der wahre Erfolg kam mit der Rolle des Tevye, die er in Paris über 1400 Mal spielte. Der Song „If I Were a Rich Man“ wurde zu seinem Markenzeichen.

In den 1970er Jahren nahm er Hits für Labels wie „CBS“ auf und erhielt dafür Goldene Schallplatten. Seine Karriere entwickelte sich rasant: Im Laufe seines Lebens gab er rund 8.000 Konzerte, erhielt 50 Gold- und eine Platin-Schallplatte. 1986 wurde ihm für sein Engagement zur Völkerverständigung das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Tourneen und Wohltätigkeit

Iwan Rebroff war ständig auf Tournee. Pro Jahr gab er über 200 Konzerte, nahm russische Lieder auf und veröffentlichte sie. In dieser Zeit lernte er fünf Sprachen. Er besuchte die Sowjetunion mehrmals, gab aber nur ein einziges Solokonzert dort.

Ab den 1970er Jahren lebte der Sänger in verschiedenen Ländern und besaß eigene Immobilien. Er war häufig im deutschen Fernsehen zu sehen, doch sein Gesundheitszustand verschlechterte sich allmählich. Der Sänger hatte Herzprobleme und litt an Diabetes. Trotz seiner Krankheiten gab er weiterhin Konzerte in der ganzen Welt. Sein letzter Auftritt fand 2007 in der Wiener Votivkirche statt.

Im Laufe seines Lebens verdiente der Künstler ein Vermögen und gab in Interviews zu, dass seine Stimme ihm so viel eingebracht habe, wie er in zwanzig Leben nicht hätte ausgeben können. Er spendete einen Großteil seines Geldes für wohltätige Zwecke. In seinem Testament verfügte er sogar, die Hälfte seines Vermögens für Hilfsbedürftige zu spenden. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich den Verhandlungen, um sicherzustellen, dass die Einnahmen aus seinen CD-Verkäufen an Menschen in Not gingen. Iwan Rebroff starb an multiplem Organversagen. Doch die Erinnerung an ihn lebt nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Deutschland weiter. Die Asche des Sängers wurde in der Ägäis verstreut.

Iwan Rebroff war ein Mann, der seine Karriere selbst aufbaute. Er begann auf den Bühnen Hamburgs und wurde weltberühmt. Sein einzigartiges Gesangstalent, seine Ausstrahlung und sein markantes Image eroberten die Herzen vieler Fans.

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