Die Stadt Hamburg ist bekannt für viele berühmte Persönlichkeiten, die das ganze Land mit ihren Leistungen prägen. Eine der einflussreichsten zeitgenössischen deutschen Schauspielerinnen ist Katja Riemann, deren Karriereweg eine bemerkenswerte Entwicklung zeigt.
Katja Riemann ist nicht nur eine erfolgreiche deutsche Schauspielerin, sondern auch Autorin und Dozentin. Sie spricht Hörbücher ein, dreht Dokumentarfilme, engagiert sich für „Amnesty International“ und die Organisation „ONE“, ist UNICEF-Botschafterin und kämpft für Tierrechte. Obwohl ihre Wurzeln in Hamburg liegen, ist sie in vielen Bereichen aktiv und erfolgreich. Erfahren Sie mehr über ihren Werdegang bei hamburgski.
Kindheit und der Weg zum Erfolg
Katja Hannchen Leni Riemann wurde am 1. November 1963 in Kirchweyhe bei Bremen geboren. Ihre Eltern waren Grundschullehrer, die ihre Kinder in einem disziplinierten und wissenschaftlich geprägten Umfeld erzogen. Sie hat zwei ältere Geschwister, die ebenfalls Lehrer wurden. 1983 machte sie ihr Abitur und wollte ursprünglich Pädagogik studieren. Ein einsemestriger Tanzkurs in Hamburg war ihre erste Berührung mit der Stadt, die später eine so wichtige Rolle für ihre Entwicklung als Schauspielerin spielen sollte.
Von 1984 bis 1986 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, gefolgt von einem Studium an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Noch vor ihrem Abschluss trat Riemann in das Ensemble der Münchner Kammerspiele ein, wo sie bekannte Rollen in Stücken wie „Faust“, „Mann ist Mann“ und „Phaedra“ spielte. Der Drehbuchautor Reinhard Baumgart empfahl sie über den Theaterregisseur Dieter Dorn. Von 1990 bis 1992 war sie am Berliner Schiller-Theater engagiert, wo sie klassische Rollen verkörperte.
Der Durchbruch im Film
Bereits während ihres Studiums in Hannover bekam Katja Riemann ihre erste Hauptrolle in einem Film. Es war das sechsteilige TV-Spiel „Faust – Eine deutsche Fabel“, in dem die junge Schauspielerin die 18-jährige Margie Lehrmann spielte, die sich in einen jungen Engländer verliebt. Die Rolle brachte ihr 1988 den Adolf-Grimme-Preis in Gold ein. Für ihre Rolle in der Serie „Regina auf den Stufen“ erhielt sie den Lilli-Palmer-Preis. Ihren großen Durchbruch hatte sie 1993 mit dem Film „Abgeschminkt!“. Danach folgten die Dreharbeiten zur romantischen Komödie „Der bewegte Mann“ mit Til Schweiger, in der Riemann eine emanzipierte Frau spielte. Diese Emanzipation findet ein Ende, als sie einen starken Mann findet, dem sie sich unterwerfen möchte.

Ein weiterer Kassenschlager war der Film „Bandits“ – die Geschichte einer Frauen-Rockband, die aus dem Gefängnis flieht. Für diese Rolle lernte Katja Riemann sogar Schlagzeug spielen, und der Soundtrack zum Film verkaufte sich über 700.000 Mal. Es folgten Rollen in Filmen wie „Die Comedian Harmonists“, „Ein langer Abschied“, „Rosenstraße“ und „Agnes und seine Brüder“. Ihre Rollen werden von Kritikern manchmal hinterfragt, doch ihre Darstellungen einer normalen Frau stoßen meist auf Verständnis.
Im Jahr 2012 war die Schauspielerin in sehr unterschiedlichen Filmen zu sehen. Sie spielte eine Wissenschaftlerin, die Experimente auf einer Insel durchführt, eine geschiedene Ehefrau, deren Mann in Sibirien verschwindet, und eine Waffennärrin im Drama „Der Verdingbub“. Für ihre Rolle als ehemalige Terroristin im Drama „Das Wochenende“ und ihre Hauptrollen in Fernsehproduktionen wurde sie als Beste Nebendarstellerin für den Deutschen Filmpreis nominiert. Ihre Rollen in verschiedenen Kinderfilmen machten sie auch bei einem jüngeren Publikum sehr beliebt. Zu ihren Theaterrollen gehören Stücke wie „Anna Karenina“ und „Drei Schwestern“.
Riemann ist auch als Sängerin bekannt. Sie hat eigene Alben wie „Nachtblende“, „Favourites“ und „Ein Stück vom Himmel“. Im Jahr 2006 trat sie als Gastsolistin mit Johannes Heesters im Berliner Admiralspalast bei der Konzertreihe „Stars go swing“ auf. 2007 war sie Sängerin beim Konzert der Band „Brothers Keepers“ beim 31. Evangelischen Kirchentag. Dennoch stand ihre Musikkarriere im Laufe der Jahre hinter ihren schauspielerischen Ambitionen zurück.
Privatleben und soziales Engagement
Katja Riemann war acht Jahre lang mit dem Schauspieler Peter Sattmann liiert, mit dem sie in neun Projekten zusammenarbeitete. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter, Paula Riemann, die ebenfalls Schauspielerin und Regisseurin wurde.

Katja Riemann engagiert sich stark für wohltätige Zwecke. Sie kämpft gegen Kinderarmut, Menschenhandel und weibliche Genitalverstümmelung in Afrika. Seit 2000 ist sie UNICEF-Botschafterin und trat 2010 in den Innovationsrat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit ein. Im Jahr 2024 beteiligte sie sich an einer Tierschutzkampagne im Zusammenhang mit dem „Lidl“-Fleischskandal, da das Unternehmen wegen Tierquälerei in seinen Betrieben negative Schlagzeilen machte.
1999 veröffentlichte Riemann ihr Kinderbuch „Der Name der Sonne“, das von ihrer älteren Schwester illustriert wurde. Sie wurde zu Lesungen, Präsentationen und verschiedenen Auftritten eingeladen. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie in einem Buch, das 2020 veröffentlicht wurde.
Katja Riemann ist eine Schauspielerin, Autorin und eine Frau, die viele Menschen mit ihrer Arbeit inspiriert. Sie verbindet gekonnt schauspielerisches Können mit musikalischen und literarischen Projekten. Ihr Beitrag zur Entwicklung der deutschen Kunst ist bedeutend, was sie zu einem wahren Star Hamburgs macht.