Die Erfolgsgeschichte des berühmten Hamburger Komponisten – Carl Philipp Emanuel Bach

Die Bekanntheit Hamburgs als musikalische Metropole wurzelt tief in seiner Geschichte. Historische Einrichtungen wie die Kirche St. Michaelis und die Staatsoper sind mit den Namen berühmter Komponisten verbunden, deren Erbe bis heute im Leben der Stadt präsent ist. In der Nähe von St. Michaelis, der Laeiszhalle und der Staatsoper befindet sich das Komponistenquartier, das mit interaktiven Ausstellungen die musikalische Geschichte der Hansestadt und ihrer berühmten Persönlichkeiten beleuchtet. Mehr dazu auf hamburgski.eu.

Ein herausragender Name in der musikalischen Geschichte Hamburgs ist Carl Philipp Emanuel Bach. Er lebte 20 Jahre in der Stadt und hinterließ ein reiches musikalisches Erbe.

Das Leben des Komponisten

Carl Philipp Emanuel Bach wuchs in Leipzig auf, wo er Klavierspielen und Komponieren lernte. 1731 begann er ein Jurastudium in Leipzig und schrieb mit 17 Jahren sein erstes Musikstück. Sein Studium setzte er später in Frankfurt (Oder) fort, wo er nebenbei Klavierunterricht gab und an Musikfestivals teilnahm. Im Alter von 24 Jahren entschied er sich, seine juristische Laufbahn aufzugeben und sich vollständig der Musik zu widmen.

1738 zog Bach nach Berlin und arbeitete als Cembalist in der Hofkapelle von Prinz Friedrich. Dort lernte er seine zukünftige Frau Johanna Maria Dannemann kennen, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hatte. Bis 1767 war Bach am Hof tätig und schrieb in dieser Zeit bekannte Werke wie die „Württembergischen Sonaten“ und die „Berliner Sinfonien“. Darüber hinaus veröffentlichte er musiktheoretische Bücher mit Notenbeispielen.

Leben in Hamburg

Nach dem Tod seines Paten Georg Philipp Telemann, der als Musikdirektor der Hamburger Hauptkirchen tätig war, übernahm Bach diese prestigeträchtige Position. Ab 1768 war er für die musikalische Leitung von fünf Hamburger Kirchen verantwortlich, darunter die St. Michaelis-Kirche. Im Johanneum betreute er die musikalische Ausbildung der Schüler und komponierte Festmusiken für feierliche Anlässe. Dank seines Talents und Engagements wurde er auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

In Hamburg schrieb Bach zahlreiche Werke, darunter „Die Israeliten in der Wüste“ und „Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu“. Am 18. März 1778 wurde letzteres Werk in Hamburg uraufgeführt. Er dirigierte außerdem Werke zeitgenössischer Komponisten wie Georg Friedrich Händel. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, verkaufte Bach eigene Kompositionen. Carl Philipp Emanuel Bach starb am 14. Dezember 1788 in Hamburg. Seine Grabstätte befindet sich in der Krypta der St. Michaelis-Kirche und ist öffentlich zugänglich.

Bach bewahrte und überlieferte zudem die Werke seines Vaters Johann Sebastian Bach. Der nach ihm benannte Hamburger Konzertchor führt regelmäßig Stücke von „Hamburgs Bach“ auf und hält so dessen musikalisches Erbe lebendig.

Erinnerung an den Komponisten

Das Leben und Schaffen von Carl Philipp Emanuel Bach kann im Museum im Hamburger Neustadt-Komponistenquartier erkundet werden. Das Hauptstück der Ausstellung ist ein Clavichord, das als das älteste erhaltene Tasteninstrument mit Saiten gilt und Bachs Lieblingsinstrument war. Besucher können außerdem teilweise rekonstruierte Möbelstücke sehen und einen Einblick in die Atmosphäre erhalten, in der Bach seine Werke schuf.

Multimediale Präsentationen im Museum lassen das Hamburg des 18. Jahrhunderts lebendig werden. Besucher können fiktive Gespräche zwischen Bach und dem englischen Historiker Charles Burney hören, die auf ihren Spaziergängen durch die Stadt basieren.

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