Die Geschichte des Buchfestivals „Pixi“ in Hamburg

In der heutigen Zeit erkennen die meisten Menschen den Wert des Lesens. Eltern möchten ihren Kindern diese Gewohnheit frühzeitig vermitteln und unternehmen gezielte Anstrengungen, um sie zu fördern. Bücher helfen dabei, Stress abzubauen, die Fantasie und das Gedächtnis zu entwickeln, den Wortschatz zu erweitern und das Weltbild zu formen.

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Die Geschichte der „Pixi“-Bücher

Alle Familien in Hamburg kennen die kleinen, quadratischen Bücher Pixi. Kinder halten sie in den Händen, betrachten die Illustrationen und bitten ihre Eltern, sie vorzulesen. Für viele ist es das erste Buch, das sie sich selbst ausgesucht haben.

Historische Entwicklung

Die Idee zu den kleinen Büchern entstand zunächst in den USA und Kanada, später in Großbritannien. Die erste Pixie Book wurde 1948 veröffentlicht. Im Vergleich zu den heutigen Pixi-Büchern waren sie aus Karton, größer und hatten vier Seiten mehr.

Am 25. April 1953 wurde Carlsen Verlag in Deutschland als Tochterunternehmen eines dänischen Verlags gegründet. Bereits 1954 stellte der Verleger Per Hjald Carlsen auf der Frankfurter Buchmesse seine eigene Version der Pixi-Bücher vor.

In den Büchern tauchten erstmals die Figuren Petzi, Pelle, Pinguin, Walross und Seehund auf. Am 20. September 1952 veröffentlichte die Zeitung Hamburger Abendblatt Geschichten über diese Charaktere. Der große Erfolg führte zur Entscheidung, die Geschichten in Buchform zu veröffentlichen. So wurde das Tochterunternehmen in Hamburg gegründet.

Das Ziel der Pixi-Bücher und des Verlags war es, Kinder zum Lesen zu motivieren. Jedes Kind sollte ein eigenes Buch besitzen, und bereits der Auswahlprozess, das Betrachten der Illustrationen und das Zuhören sollten Freude bereiten.

Zunächst glaubten Buchhändler nicht an den Erfolg dieser Bücher, doch die Verkaufszahlen überraschten alle. Bereits im ersten Jahr wurden in Deutschland 100.000 Exemplare verkauft. Über viele Jahre hinweg hatte Carlsen Verlag keine Konkurrenz. Selbst später stellte der Wettbewerb keine Gefahr dar, da das Pixi-Format als Marke geschützt wurde. Kein anderer Verlag durfte Bücher im Format 10 × 10 cm veröffentlichen.

Die ersten Bücher

Das erste Pixi-Buch „Miezekatzen“ erschien 1954 und kostete 50 Pfennig. Besonders beliebt waren auch „3 kleine Brüder“ und „Lutschkätzchen“.

Bis heute bestechen Pixi-Bücher durch ihren günstigen Preis und ihre handliche Größe. Ihr Themenspektrum ist breit gefächert, wobei Tiergeschichten, Märchen, Gedichte und Lieder zu den populärsten Inhalten gehören.

In den letzten Jahren wurden die Geschichten detaillierter. Sie behandeln Ängste von Kindern, Heilung, alltägliche Probleme, die Suche nach Freunden, Krankenhausaufenthalte oder Reisen auf verschiedene Kontinente. Auch religiöse Pixi-Bücher gibt es inzwischen, da dieses Thema nicht mehr tabuisiert wird. Die Bücher erscheinen in Serien mit jeweils acht Exemplaren.

Das Buchfestival in Hamburg

Im Sommer 2024 fand in Hamburg eine Jubiläumsausstellung zum 70-jährigen Bestehen der Pixi-Bücher statt. Besucher konnten die Geschichte der kleinen quadratischen Bücher entdecken.

Die Hamburger Illustratorin Regina Kehn führte junge Leser in Geschichten mit Hasen, Katzen, Dinosauriern und Prinzessinnen ein. Auf der Ausstellung waren alte Buchcover, beliebte Buchreihen und neue Werke von Kinderbuchautoren zu sehen.

Das Festival wurde von Führungen, Kinderworkshops und kreativen Aktivitäten begleitet, bei denen Künstler Kinder zum eigenen Gestalten inspirierten. Alle Präsentationsmethoden der Bücher sowie die Erzählungen darüber sollten noch mehr Kinder zum Lesen animieren.Besonders attraktiv für junge Leser ist auch die Pixi-Figur. Der Zwergencharakter in roten Stiefeln wurde von der Illustratorin Eva Wenzel-Bürger geschaffen. All dies macht die Bücher sowohl für Kinder als auch für Eltern besonders reizvoll, die auf qualitativ hochwertige Inhalte für ihre Kleinen Wert legen.

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