Er arbeitete mit verschiedenen Theatertruppen zusammen, spielte in Theaterstücken, Revuen und Operetten. Doch seine wahre Popularität verdankte er den Filmen, von denen er mehr als hundert drehte. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er der bestbezahlte Schauspieler Deutschlands. In diesem Artikel erzählen wir über das Leben und den Erfolg der Filmlegende aus Hamburg – Hans Albers. Mehr auf hamburgski.eu.
Frühe Jahre und der Weg zur Schauspielkarriere

Hans Albers wurde am 22. September 1891 im Hamburger Stadtteil St. Georg geboren und war das sechste Kind in einer Metzgerfamilie. Nach dem Abschluss der Handelsschule absolvierte er eine Ausbildung als Kaufmann und arbeitete in Frankfurt am Main bei einer Firma, die mit Seide handelte. Doch der Traum, Schauspieler zu werden, ließ den jungen Mann nicht los, und mit finanzieller Unterstützung seiner Mutter begann Hans, privaten Schauspielunterricht zu nehmen.
Mit der Zeit gab Albers den Handelsberuf auf und widmete sich voll und ganz dem Theater. Seine erste Rolle erhielt er 1911 in Frankfurt, später arbeitete er an Bühnen in der Umgebung Hamburgs. 1914 trat Hans Albers auf der Bühne des Thalia Theaters in seiner Heimatstadt auf, aber seine Karriere wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, als er an die Westfront einberufen wurde. Dort wurde er schwer verwundet und musste in die Heimat zurückkehren.

Nach seiner Genesung im Jahr 1917 erhielt Hans Albers eine Einladung nach Berlin, wo er im „Metropol-Theater“ auftrat, vor allem in komödiantischen Rollen. Der junge Schauspieler betrachtete jede Rolle als eine gute Einnahmequelle und arbeitete in dieser Zeit mit verschiedenen Theatergruppen zusammen. Er spielte in Theaterstücken, Revuen und Operetten und erlangte allmählich Anerkennung. Sein erster großer Erfolg war die Rolle des Gustav Tunichtgut im Stück „Verbrecher“ von Ferdinand Bruckner.
Popularität während des Zweiten Weltkriegs

Der Ruhm des Hamburger Schauspielers kam schnell, und bereits Ende der 1920er Jahre hatte er in mehr als 100 Stummfilmen mitgewirkt. 1929 war Hans Albers als Radrennfahrer in Deutschlands erstem Tonfilm „Die Nacht gehört uns“ zu sehen. Ein Jahr später trat er gemeinsam mit Marlene Dietrich in dem Film „Der blaue Engel“ auf. 1930 spielte Albers in der Komödie von Regisseur Karl Fröhlich „Hans in allen Gassen“. In den frühen 1930er Jahren wirkte er neben seinen Filmrollen in erfolgreichen Produktionen wie „Bomben auf Monte Carlo“ und „F.P.1 antwortet nicht“ auch weiterhin auf der Theaterbühne mit.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 stand Hans Albers auf der Gunstliste des Propagandaministeriums, was ihn unantastbar machte. Es gelang ihm, eine gewisse Distanz zur NSDAP zu wahren, während er weiterhin in Filmen mitspielte und hohe Gagen erhielt. Unter anderem trat er in Propagandafilmen wie „Carl Peters“ (1941, Regie ebenfalls von Hans Albers), „Flüchtlinge“ (1933) und „Henker, Frauen und Soldaten“ (1935) auf. Bald wurde „Blonder Hans“ zum Publikumsliebling im nationalsozialistischen Deutschland.

1946 kehrte Hans Albers auf die Theaterbühne zurück und spielte am Hebbel-Theater in Berlin. Doch mit der Zeit bekam er ernsthafte gesundheitliche Probleme, die mit Alkoholismus zusammenhingen. Im Sommer 1960 brach er während einer Theateraufführung zusammen, und die Ärzte diagnostizierten innere Blutungen. Hans Albers starb am 24. Juli 1960 in einem Sanatorium in Kempfenhausen. Seine Asche wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf in seiner Heimatstadt Hamburg beigesetzt. Sein letzter Film erschien noch im selben Jahr unter dem Titel „Kein Engel ist so rein“, und der Streifen endete mit seinen eigenen Worten: „Das ist das Ende“.

1986 wurde in Hamburg ein Platz nach der Filmlegende, dem Sänger und Theaterkünstler Hans Albers benannt. In der Mitte des Platzes steht eine fast drei Meter hohe Bronzestatue des Schauspielers, geschaffen vom Künstler Jörg Immendorff. An warmen Tagen versammeln sich hier die Hamburger, um ihre Freizeit zu genießen – und das ist nicht verwunderlich, denn Albers selbst hat sein Leben lang seinem Publikum Lächeln und gute Laune geschenkt.