In Hamburg, der großen deutschen Metropole, spielt die Sozialpolitik eine besondere Rolle. Hier werden kontinuierlich Fragen des wirtschaftlichen und sozialen Schutzes der Bevölkerung behandelt, Integrationsprogramme entwickelt und Bildungs- sowie Jugendaktivitäten gefördert. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten in diesem Bereich war Meryem Çelikkol. Auch nach ihrem Tod im Jahr 2021 werden ihre Projekte in Hamburg weitergeführt. Mehr dazu auf hamburgski.eu.
Politische Tätigkeit
Meryem Çelikkol war eine bekannte Hamburger Politikerin, die viele Jahre lang den Vorsitz der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte innehatte. Sie gehörte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) an. Meryem wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie ihre Kindheit, Jugend und gesamte berufliche Laufbahn verbrachte.
Zunächst war sie Mitglied der Partei „Die Grünen“. Doch aufgrund innerparteilicher Konflikte entschied sie sich 2019, zur SPD zu wechseln. Sie erklärte diesen Schritt mit den Worten, sie habe die „bessere Wahl“ getroffen. Die Sozialdemokraten, so Çelikkol, stellten Gleichheit und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt – Werte, die ihr besonders wichtig waren.
Seit 2010 setzte sich Meryem Çelikkol für Migrations- und Integrationspolitik ein. Sie appellierte an die Gesellschaft zur Toleranz und verurteilte Diskriminierung scharf. Der Bezirk Hamburg-Mitte, dem sie vorstand, zeichnet sich durch seine ethnische Vielfalt aus. Hier leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, und es bedrückte Çelikkol, dass diese auch im 21. Jahrhundert noch Vorurteilen ausgesetzt waren.
Meryem Çelikkol initiierte mehrere Reformen des Einwanderungsgesetzes und legte dabei besonderen Wert auf Frauen. Sie war überzeugt, dass es Migrantinnen oft schwerfällt, sich in einer neuen Umgebung sicher zu fühlen. Mit speziell entwickelten Programmen erleichterte sie ihre gesellschaftliche Integration.
Einsatz für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte verleiht jährlich einen Preis für herausragende ehrenamtliche Arbeit. Zu ihren Lebzeiten leitete Meryem Çelikkol diese Initiative. Nach ihrem Tod wird die Veranstaltung in ihrem Namen fortgeführt. Bewerben können sich Freiwillige und engagierte Hamburger, deren Arbeit dem Bezirk zugutekommt.
Der Preis wird in vier Kategorien verliehen:
- „Für Verdienste um die Hamburger Bevölkerung“
- „Für gemeinschaftliche Freiwilligenarbeit“
- „Für persönliches ehrenamtliches Engagement“
- „Für besondere Hingabe an die Jugendintegration“
Der letzte Preis wurde von Meryem Çelikkol selbst ins Leben gerufen. Sie setzte sich aktiv für die Integration junger Menschen ein und war der Meinung, dass die Behörden mehr für die Jugend tun sollten. Çelikkol betrachtete diesen Bereich als wesentlich für die Entwicklung einer gesunden Gesellschaft.
Meryem Çelikkol widmete sich dem Schutz der Schwächsten und der Unterstützung jener, die sich für Fortschritt einsetzen. Kein Wunder, dass die Hamburger sie respektierten und ihre Initiativen unterstützten.
Ein plötzlicher Verlust
Meryem Çelikkol verstarb unerwartet im Jahr 2021. Sie verlor das Bewusstsein, wurde ins Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnten sie nicht retten. Interessanterweise sprechen sowohl Mitglieder der Grünen als auch der SPD bis heute warmherzig über sie. Sie bleibt in Erinnerung als mutige, überzeugende und prinzipientreue Persönlichkeit, die einen bedeutenden Beitrag zur sozialen Entwicklung Hamburgs geleistet hat.