Der Weg der bekannten Hamburger Schauspielerin Ida Ehre

In Hamburg gab es schon immer viele Berühmtheiten. Die Stadt ist bekannt für ihre beliebten Musiker, Sänger und Schauspieler. Es lohnt sich, das Leben der bekannten Schauspielerin Ida Ehre zu erwähnen, an die heute der große Platz „Ida Ehre-Platz“ erinnert. Sie war eine berühmte und respektierte Bürgerin der Stadt sowie eine einzigartige Frau mit unglaublicher Kraft, die Kammerspiele schuf und dafür bekannte Schauspielerinnen gewann. Mehr auf hamburgski.eu.

Das Leben der bekannten Schauspielerin

Ida Ehre wurde 1900 in Prerau in einer jüdischen Familie geboren. Sie studierte Schauspielkunst an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Deutschland war ihr lang gehegter Traum, doch die Stadt ihrer Jugend war Wien. Ihr erster Auftritt fand im Stadttheater in Bielitz statt, und sie spielte auch in Cottbus, Budapest, Bonn, Königsberg, Stuttgart und im Nationaltheater Mannheim. Ab 1930 stand sie auf der Bühne des Lessing-Theaters in Berlin.

Quelle: beiunsinhamburg.de

1933 verboten die Nazis der Jüdin die berufliche Tätigkeit, sodass sie in der gynäkologischen Praxis ihres Mannes half. Die Jahre, in denen das Land von den Nazis regiert wurde, und die Ermordung ihrer Schwester und Mutter in einem Konzentrationslager hinterließen tiefe Spuren in ihrer Seele. Ein Denunziationsversuch hätte fast dasselbe Schicksal über sie gebracht. In ihren Aufzeichnungen beschrieb sie, wie sie diese Zeiten überlebte, und dass vor allem die Liebe zu ihrer Tochter Ruth ihr die Kraft gab, weiterzuleben.

Auch ihr Mann, ein „Arier“, der Arzt war, schützte sie. Er wurde vom Regime stark unter Druck gesetzt, konnte sich jedoch nicht von seiner Frau scheiden lassen. Da er Deutscher war, durfte er nach 1934 keine sexuellen Beziehungen mehr zu seiner Frau haben. Diese Ehe bestand in dieser Form bis zu seinem Tod.

Nach der „Kristallnacht“ wollte sie mit ihrer Familie nach Chile auswandern, doch das Schiff, mit dem sie reiste, erhielt den Befehl, nach Hamburg zurückzukehren, da der Zweite Weltkrieg begann. Sie überlebte die Bombardierung Hamburgs 1943. Später wurde sie von der Gestapo verhaftet und für sechs Wochen ins Konzentrationslager Fuhlsbüttel gebracht. Dank der Bemühungen ihres Mannes wurde sie letztendlich freigelassen.

Die Erfolgsgeschichte der Schauspielerin

Am 10. Dezember 1945, nach dem Krieg, eröffnete Ida Ehre das Theater „Hamburger Kammerspiele“ in Rotherbaum in einem Theatergebäude, das bis 1941 von der Jüdischen Kultusgemeinde genutzt wurde. Betrachtet man ihr Können und ihre Liebe zur Bühne, so brachte sie moderne Stücke ausländischer Dramatiker ins Land. In diesem Theater spielte sie ihre besten Rollen: Königin Elisabeth in „Maria Stuart“, Mutter Courage und andere. Sie war gütig und weise.

Ida Ehre spielte in Filmen wie „Gefangener“, „Du schießt nicht auf Engel“, „Der Zigeunerbaron“ und anderen mit. Sie schrieb Stücke, leitete geschickt das Theater und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Arbeit.

Ihre Bühnenkarriere beendete Ida Ehre 1983. Sie wurde Ehrenbürgerin Hamburgs und Ehrendoktor der Universität. Für ihre friedensfördernde Tätigkeit erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Sie leitete das Theater in Hamburg bis zu ihrem Tod, der 1989 durch einen Herzinfarkt eintrat. Nach ihrem Tod wurden in der Stadt an der Elbe alle Fahnen auf Halbmast gesetzt. Ihr wurde ein Ehrengrab auf dem Friedhof Ohlsdorf gewidmet.

Neben dem Platz, der nach der Schauspielerin benannt wurde, befindet sich die Hamburger Theatergemeinschaft „Theater Gemeinde Hamburg“. Eine nach ihr benannte Schule liegt in der Bogenstraße 36. Zudem gibt es in der Stadt eine Gemeinschaft namens „Ida Ehre Kulturverein“, die mehrmals im Jahr Veranstaltungen und Konzerte organisiert. Wer mehr über das Leben von Ida Ehre erfahren möchte, findet in der Zentralbibliothek mehrere ihrer autobiografischen Bücher.

Ida Ehre war eine besondere Persönlichkeit. Wichtiger als Karriere und Kunst war ihr das Leben. Sie schuf unter schwierigsten Bedingungen und verlor nie den Glauben an die Menschen. Ihre Mutter lehrte sie diese Werte, indem sie ihr im Gestapo-Gefängnis eine geheime Notiz zukommen ließ, in der sie schrieb, dass die Welt weiterleben werde, wenn das Wort „Liebe“ mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werde. „Liebe und Toleranz“.

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